Schulische Inklusion 

Schulische Inklusion

 

Seit 1999 nimmt die Modellschule auch Kinder und Jugendliche mit speziellem Förderbedarf im Lernen und Verhalten auf und integriert sie in die Regelklassen. Pukllasunchis spricht dabei bezeichnenderweise von Kindern mit anderen Fähigkeiten. Seit 2004 sind diese Bemühungen in einem speziellen Projekt mit gesonderter Finanzierung zusammengefasst. Die zusätzlichen finanziellen Mittel haben es Pukllasunchis erlaubt, Fachleute beizuziehen und durch Anstellung von zusätzlichem Personal die ständige Betreuung dieser Kinder sicherzustellen. Im Durchschnitt besuchen 50 Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen die Schule (Retardierung, Down-Syndrom, Autismus, Asperger-Syndrom, Hör- und Sprachprobleme, motorische Schwierigkeiten). Die Lehrpersonen, die Kinder mit einer Behinderung in ihren Klassen unterrichten, erhalten eine Einführung und periodische Weiterbildungen in integrativer Pädagogik und werden von Fachleuten begleitet. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich.

Seit 2014 begleitet Pukllasunchis auch die Schulabgänger mit Behinderungen bei der Eingliederung in Arbeits- und Studienplätzen.

In Sachen schulischer Integration spielt Pukllasunchis in Peru zweifellos eine Pionierrolle. Zwar existiert seit 2006 ein Gesetz in Peru, wonach alle Schulen Kinder mit Behinderungen aufnehmen müssen. In der Praxis hat aber noch keine entsprechende Konkretisierung stattgefunden. Seit kurzem allerdings kann Pukllasunchis sein Wissen und seine Erfahrung im Rahmen der staatlichen Lehrerweiterbildung weitergeben, seit 2011 in der Stadt Cusco und seit 2012 auch in den 13 Provinzen des Departements Cusco.

 

 

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